Mit ‘Ernährung’ getaggte Artikel

Entgiften: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Dienstag, 02. Februar 2010

Nach langen Phasen witterungsbedingter Stubenhockerei und dem saisonalen Bedürfnis nach deftigem Essen fühlt man sich oft träge, antriebsarm, aufgeschwemmt und bisweilen einfach zu dick. Das reichhaltige Essen, jede Menge Alkohol, zudem mangelnde Bewegung und wenig Tageslicht fordern ihren Tribut.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um dem Körper einen Erholungsurlaub zu gönnen und ihm neue Energie und Kraft zu verleihen. Keine Bange – die Rede ist hier nicht von teuren und mehr oder weniger erfolgreichen Kuren oder Produkten. Wie so oft ist weniger auch hier mehr.

Unsere Tipps:

Wasser trinken: Wasser schwemmt Giftstoffe aus dem Körper. Ebenso gut: ungesüßter Tee

Viel Schlaf: Schlaf unterstützt den Körper beim Abbau der Schlackstoffe.

Gesunde Ernährung: Durch den Verzicht auf Fleisch, Konservierungsstoffe und Süßigkeiten spart der Organismus viel Kraft.

Bewegung im Freien: Frische Luft und etwas Bewegung regen den Stoffwechsel an und unterstützen die Entgiftung.

Wohlgefühl: Ein entspannendes Schaumbad, ein Saunabesuch oder eine wohltuende Massage transportieren die Gifte aus dem Körper und tun einfach gut!

(Text: B. Steinegger, Bild: ©istockphoto.com_ Silberkorn)

Knack die Nuss!

Freitag, 04. Dezember 2009

Mit den Nüssen ist das so eine Sache. Lange waren sie als Dickmacher verschrien. Mittlerweile hat sich ihr Image deutlich verbessert. Ernährungswissenschaftlich gesehen sind sie voll rehabilitiert. Lässt man die Schokolade drum herum weg, haben Haselnuss & Co das Zeug zu einem sehr gesunden Winter-Snack für Zwischendurch.

Die vielfältigen Schalenfrüchte sind zwar kalorienreich, haben aber einen hohen Gehalt an Vitaminen, Nähr- und Mineralstoffen. Die Fettsäuren, die sie enthalten, haben einen günstigen Einfluss auf die Blutfettwerte. Wer regelmäßig ein paar Nüsse knabbert, kann den Cholesterinspiegel um etwa fünf Prozent senken.

Nüsse gibt es solche und solche. Wer die Abwechslung liebt, kann sich an einer reichhaltigen Auswahl erfreuen:

Haselnüsse schmecken am besten gleich nach der Ernte. Sie enthalten Vitamin E und Lezithin.
Mandeln zählen zu den Steinfrüchten. Sie liefern reichlich Ballaststoffe, Vitamin E, Magnesium und Kalzium.
Erdnüsse gehören eigentlich zu den Hülsenfrüchten und sind eine gute Quelle für Magnesium und Zink.
Walnüsse enthalten reichlich Omega-3-Fettsäuren und L-Arginin. Beide Stoffe wirken sich günstig auf die Gefäße aus.
Cashew-Nüsse sind die Kerne der Cashew-Frucht. Sie enthalten weniger Fett, aber mehr Kohlehydrate als andere Nüsse und sind eine gute Mineralstoffquelle.
Pekanüsse haben eine glatte Schale, ähneln mit ihrem gefurchten Kern jedoch den Walnüssen. Sie haben einen besonders hohen Fettgehalt.
Paranüsse sind die ultimative Herausforderung für jeden Nussknacker und enthalten besonders viele Mineralstoffe sowie Selen.
Pistazien werden meist geröstet und gesalzen gegessen. Sie enthalten mehr Kalium und blutbildendes Eisen als andere Nüsse.

(Text: H. Franke, Bild:  ©istockphoto.com_dlerick )

Dagegen ist ein Kraut gewachsen!

Mittwoch, 15. Juli 2009

wmo_kresseKüchenkräuter auf dem Balkon oder der Fensterbank sehen nicht nur schön aus und verbreiten mediterranes Flair. Sie sind auch gesund und eignen sich als Hausmittel gegen Beschwerden aller Art.

Basilikum: Basilikumtee entkrampft Magen und Darm, beruhigt die Nerven hilft und hilft gegen Schwindel und Migräne. Zwei Teelöffel gehackte Blätter mit einem viertel Liter heißem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen.

Petersilie enthält viele Mineralstoffe, Vitamin A und C. Bei Gicht und rheumatischen Beschwerden kann ein Tee aus Petersiliensamen zubereitet werden. Gegen Harnwegs- und Menstruationsbeschwerden hilft Petersilienwurzel.

Pfefferminze: Das Menthol in der Pfefferminze ist ein gutes Mittel gegen Kopfschmerzen. Bei Bedarf einen Tropfen Minzöl auf die Schläfen tupfen. Ein Tee aus Pfefferminzblättern wirkt entkrampfend und schmerzlindernd.

Rosmarin: Wer unter Antriebsschwäche leidet, sollte Rosmarin verwenden – als Badezusatz oder als Gewürz. Eine Handvoll Rosmarinnadeln in ein Baumwollsäckchen füllen und ins Badewasser hängen.

Salbei wirkt entzündungshemmend, desinfizierend und blutstillend. Salbeitee ist ein gutes Hausmittel bei Halsschmerzen. Abgekühlter Salbeitee verringert – z.B. in den Wechseljahren – die Schweißbildung.

Thymian ist Bestandteil vieler Teemischungen und Arzneimittel gegen Husten und Asthma. Thymiankraut wirkt krampf- und schleimlösend.

Zitronenmelisse lindert Herz-Kreislauf-Beschwerden, Unruhe, Verdauungsprobleme, Stress und Melancholie. Kalter Melissentee ist eine ideale Erfrischung an heißen Sommertagen.
(Text: H. Franke)

Gesunde Ernährung: Immer dieses schlechte Gewissen!

Samstag, 02. Mai 2009

forkwithfreshsaladc2a9istockphotoJahrelang haben wir mit Blick auf den Cholesterinspiegel auf das Frühstücksei verzichtet und nun das: Wäre alles nicht nötig gewesen. Schlimmer noch. Cholesterin wird plötzlich nicht mehr als Gift betrachtet, sondern gilt als lebenswichtig. Zudem wurde erkannt, dass das Cholesterin aus der Nahrung kaum Einfluss auf den Cholesteringehalt unseres Blutes hat. Bitte ein Omelett!

Salz ist schlecht für den Blutdruck, Kaffee entwässert, Schokolade macht Pickel, Knoblauch reinigt die Blutgefäße, Margarine ist besser als Butter … Ernährungsweisheiten gibt es viele. Ob sie richtig sind oder falsch, wird oft nicht hinterfragt. Geht es um wissenschaftliche Erkenntnisse, sind die Menschen erstaunlich leichtgläubig. Gute Ratschläge zur gesunden Ernährung werden schnell zum Dogma erhoben.

Wer gesund und schlank bleiben will, isst fettarm und vermeidet tierische Fette – so raten uns Ärzte, Gesundheitsorganisationen und Medien. Gibt es dann doch mal einen Gänsebraten, sitzt das schlechte Gewissen mit am Tisch. Schon kreisen die Gedanken um rettende Gegenmaßnahmen: Bitterstoffe für die Verdauung, Vitamin C für die Fettverbrennung und zur Entlastung ein Reistag. Je mehr wir uns gedanklich mit gesunder Ernährung und den „guten“ und „bösen“ Inhaltsstoffen der Nahrungsmittel befassen, desto komplizierter (und gefährlicher) erscheint uns unser täglich Brot.

Schon gibt es ein neues Krankheitsbild für Menschen, die so von gesunder Kost besessen sind, das es zu negativen Auswirkungen auf ihre Lebensqualität kommen kann – z.B. zu sozialer Isolation oder quälenden Schuldgefühlen bei jeder Abweichung vom Ernährungsplan. Auch dies ist eine Form der Essstörung: Orthorexia nervosa. (griechisch: orthós = der richtige, órexi = Appetit).
(Text: H. Franke)

Von schleimigen Totentrompeten und krausen Glucken

Dienstag, 03. Februar 2009
Pilze sind faszinierend. Sie haben Namen wie aus einem Märchen, wachsen im dunklen Wald und sind entweder überaus schmackhaft oder überaus giftig. Eigentlich weiß man nie, woran man mit ihnen ist. In der geheimnisvollen Welt der netzstieligen Hexenröhrlinge, gemeinen Stinkmorcheln und schleimigen Totentrompeten kann man sich schnell mal verirren! Da helfen auch so freundliche Gesellen wie die krause Glucke, der Waldschneckling oder die kleinen Semmelstoppelpilze nicht weiter.
Kein Wunder, dass sich viele nur noch an die weißen Zuchtchampignons herantrauen – charakterlose, langweilige, moderne Typen aus dem Treibhaus.
Schade eigentlich. Denn Pilze sind eine Delikatesse und sehr gesund. Sie sind kalorienarm, enthalten viele Ballaststoffe, Vitamin B und D sowie Spurenelemente wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Zink, Kupfer und Selen.
Die Schadstoffbelastung bei Wildpilzen ist allerdings hoch. So sollten auch abenteuerlustige und nostalgische Naturliebhaber lieber das vielseitige Angebot eines gut sortierten Supermarkts nutzen.

Unser Rezept:
Herbstlicher Salat mit Austernpilzen
Ca. 300 g Austernpilze leicht abbrausen, trocken tupfen und in Streifen schneiden. (Die Stiele können mit verwendet werden.) Mit Butter und fein geschnittenen Zwiebeln ca. 3-4 Minuten leicht andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Dazu passt ein frischer Salat mit Rucola und Cocktailtomaten.
(Text: H. Franke)


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