Mit ‘Stuttgart’ getaggte Artikel

Stuttgart 21: Waren Sie schon am Bauzaun?

Montag, 16. August 2010

Es stimmt, dass eine Auseinandersetzung mit Stuttgart 21 den Rahmen unseres Praxisblogs sprengt. Es stimmt aber auch, dass sich das eine oder andere Detail rund um das Großprojekt für einen Blogbeitrag eignet - z.B. als kleiner Ausflugstipp:

Waren Sie schon am Bauzaun? An dem Bauzaun, dem aktuellen Aufreger, dem Vorboten der Abrissbagger? Innerhalb weniger Tage ist das Absperrgitter am Nordflügel des Bahnhofs zu einer sehenswerten Plakatwand des Widerstands gegen Stuttgart 21 geworden.

Eine Besichtigung lohnt sich - ganz gleich, wie man selbst zu dem umstrittenen Bahnprojekt steht. Auch Touristen lassen sich schon vor dem kunterbunten Sponti-Kunstwerk der Stuttgart 21-Gegner fotografieren. Wie seinerzeit vor der Berliner Mauer. Hoffen wir nur, dass der Stuttgarter Bauzaun eine kürzere Lebensdauer hat.

Roter-Socken-Weg: Wandertipp für Stuttgart

Freitag, 02. Juli 2010

Eins vorweg: Der “Rote-Socken-Weg” ist - unabhängig von der politischen Couleur - für alle da. Man muss keine “rote Socke” sein, um sich den Naturfreundeweg Stuttgart Süd zu erwandern.

Der “Rote-Socken-Weg” ist das neue Pendant zum schon bekannten “Blaustrümpflerweg” und lässt sich mit diesem - blau/rot oder rot/blau - prima kombinieren. Der 7 km lange Rundwanderweg führt vom Marienplatz aus in einem großen Bogen rund um die Neue Weinsteige.

Wer sich für Stuttgarts Stadtgeschichte interessiert, wer die uralten Mammutbäume im Landschaftspark Wernhalde noch nicht kennt, wer wissen möchte, wo es in Stuttgart seinerzeit eine echte Rodelbahn gab oder wo sich denn nun die berühmte “Schillereiche” befindet, sollte sich - mit oder ohne rote Socken - auf den Weg machen.

Karte und Infos gibts hier: Roter Socken Weg

Stuttgarter Schweinemuseum: zum Quieken!

Dienstag, 22. Juni 2010

Wahrscheinlich liest das wieder mal kein Schwein. Aber ich hätte da einen sauguten Tipp für Tage, an denen das Wetter mal nicht so rosig ist:

Vor kurzem wurde im alten Stuttgarter Schlachthof das “Schweinemuseum” eröffnet und das ist - mit oder ohne kleine Ferkel - einen Familienausflug wert! Der Streifzug durch die borstige Kulturgeschichte erfreut Groß und Klein. Mit viel Witz und Liebe zum Detail werden skurile Schweinereien aus aller Welt präsentiert.

Auch das Drumherum im historischen Gebäude stimmt: Wer nach dem Museumsgang Hunger auf Schweinshaxe oder Spanferkel bekommt, hat es nicht weit zum Trog. Gegrunzt und geschmatzt wird drinnen und draußen. Der große Biergarten ist täglich geöffnet - man muss halt nur Schwein mit dem Wetter haben!

Alles weitere unter: www.schweinemuseum.de

Städtevergleich: Stuttgart, mir bleibet!

Donnerstag, 27. Mai 2010

stuttgartWer Zeitung liest, weiß seit heute morgen: Stuttgart ist viel schöner als Paris. Die Lebensqualität in der schwäbischen Landeshauptstadt ist top! „Stuargert“ braucht den Vergleich mit den bedeutenden Metropolen der Welt nicht zu scheuen. Los Angeles, London, Barcelona? Nix da! Mir bleibet!

Eine neue Studie zur urbanen Wohn- und Lebensqualität hat Stuttgart auf Platz 30 im internationalen Ranking der Großstädte gelupft. Platz 1 bis 3 belegen Wien, Zürich und Genf. Unter den Top 30 befinden sich außer Stuttgart noch sechs weitere deutsche Großstädte: Düsseldorf (6), Frankfurt (7), München (8), Berlin (17), Hamburg (23) und Nürnberg (24). Schlusslicht auf Platz 221 ist die von Krieg und Terror gezeichnete irakische Hauptstadt Bagdad.

Für das Ranking befragte die Beratungsgesellschaft Mercer in jeder Stadt Mitarbeiter, die von ihrem Arbeitgeber ins Ausland geschickt wurden. Beurteilt wurden die Städte unter den Aspekten persönliche Sicherheit, Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote und öffentliche Dienstleistungen.

Stuttgarter Hafen: Hinaus in die weite Welt!

Mittwoch, 24. März 2010

Ganz schön lang so eine lange Nacht der Museen. Selbst wer nicht bis zum frühen Morgen durchhält, braucht Tage, um sich zu erholen. Doch jetzt ist Zeit für eine kleine Nachlese.

Der nächtliche Streifzug quer durch die quirlige Stadt hat sich wieder mal gelohnt. Ich zum Beispiel bin nach „Tour Neckar“ und „Tour Hafen“ um einige Erfahrungen reicher geworden. So weiß ich jetzt, dass Stuttgart – „die Stadt zwischen Wald und Reben“ (Stuttgart Marketing) – in Wirklichkeit eine echte Hafenstadt ist. Von wegen piefige Provinz und biedere Schwabenmetropole!

Stuttgarts Hafen verbindet nämlich die beschauliche Landeshauptstadt direkt mit den bedeutenden Seehäfen und großen Wirtschaftszentren. Container-Terminal, Umschlagbahnhof und Überseebecken lassen erahnen, dass es von hier aus in die weite Welt geht. Immer nur dem Neckar nach. Wer hätte das gedacht.

Reeperbahn-Charme auf dem Hafengelände sucht man allerdings vergeblich. In der Hafenspelunke schlotzt man brav sein Viertele und heuert auf keinem Bananendampfer an. Wer hier betrunken vom Barhocker rutscht, findet sich am nächsten Morgen in der Notaufnahme des Marienhospitals wieder und nicht als Zwangsmatrose auf hoher See. Shanghai ist anderswo. Stuttgart hat eben seinen eigenen Reiz. Ganz besonders bei Western-Swing und Hillybilly-Klassikern in lauer Abendluft – eben bei der langen Nacht der Museen.

Die nächste lange Nacht gibt es erst wieder im Oktober. Vormerken!

Stuttgart 21: Time to say good bye!

Sonntag, 14. März 2010

Stuttgart 21 kommt. Das wissen wir und jeder wird seinen Platz in den Reihen der Befürworter, Gegner oder irgendwo dazwischen gefunden haben. Ganz gleich ob dafür oder dagegen: Stuttgart 21 ist ein Riesenspektakel und wir sitzen in der ersten Reihe – mehr oder weniger glücklich. Es dauert nicht mehr lange, bis Abrissbirne und Bagger mit dem sogenannten Jahrhundertprojekt beginnen. Es wird also Zeit, vom alten Kopfbahnhof Abschied zu nehmen.

Investiert wurde schon lange nichts mehr in den alten Bonatz-Bau. Vieles hat sich erhalten, was andernorts schon längst wegmodernisiert wurde. Hölzerne Prellböcke etwa oder adrett gekachelte Schaffnerhäuschen mit altmodischen Telefonen. Fast fühlt man sich in die Zeit zurückversetzt, in der Bahnsteige noch „Perron“ hießen und die nur betreten durfte, wer zuvor auch eine Bahnsteigkarte gekauft hatte.

Am alten Stuttgarter Hauptbahnhof hat sich eine besondere Art von Industrie- und Technikmuseum entwickelt, dem man durchaus noch mal einen Besuch abstatten sollte. Ein kleiner Streifzug durch die altehrwürdigen Hallen, durch düstere unterirdische Gänge und vorbei an rostigen Gleisanlagen lohnt sich. Immerhin geht - technisch und architektonisch - eine Ära zu Ende. Time to say good bye!

Lange Nacht der Museen: Schluss mit Winterschlaf!

Mittwoch, 03. März 2010

Spätestens am Samstag, den 20. März lohnt es sich, Kuschelcouch und Pantoffelkino zu endlich wieder zu verlassen. Da ist nicht nur Frühlingsanfang, da findet auch die lange Nacht der Museen statt – und die sollte man wirklich nicht verpassen!

Zwischen 19.00 und 2.00 Uhr morgens kann man nicht nur die bekannten Museen wie die Staatsgalerie, das Mercedes-Benz-, Porsche- oder Linden-Museum besuchen. Private Galerien und Künstlerateliers präsentieren sich ebenso wie z.B. die Feuerbacher Moschee, das italienische Kulturzentrum oder - ganz schräg - ein Bestattungsinstitut (mit Sargsammlung!). Kunst und Kultur, Theater und Musik gibt’s an allen 90 Veranstaltungsorten. Shuttle-Busse bringen die Besucher von A nach B.

Ob nun das Bunkerhotel unter dem Marktplatz (ein Muss für Einsteiger!), die nächtlichen Wagenhallen im Schein der Lagerfeuer, Hafentour oder eine gepflegte Weinprobe in der Kelterei: Das Programm ist riesig und lässt sich nach Lust und Laune kombinieren.

Von langen Warteschlangen und überfüllten Bussen sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer erstmal drin ist, gehört dazu. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, gut gelaunt, geschwätzig und voller Energie. Schluss mit Kuschelcouch und Winterschlaf!

Infos und Programm: Lange Nacht der Museen 2010

Neu in Stuttgart: Ärzte für Frauen

Mittwoch, 30. September 2009


In Stuttgart hat sich das Netzwerk „Ärzte für Frauen“ (AF-S) gegründet, ein Zusammenschluss verschiedener niedergelassene Fachärzte. Auch unsere Praxis gehört dazu! Die Zusammenarbeit eigenständiger Arztpraxen in Form einer Teilgemeinschaftspraxis ist erst seit kurzem möglich und könnte bundesweit richtungsweisend sein.

Der Vorteil des ärztlichen Netzwerks für die medizinische Versorgung der Patienten ist groß. Durch den Austausch und die Kooperation der Arztpraxen können neue diagnostische Verfahren und Therapieformen, Know-How, Erfahrung und medizintechnisches Instrumentarium optimal genutzt werden.

Zum Stuttgarter Netzwerk “Ärzte für Frauen” gehören Spezialisten aus den Bereichen Brustdiagnostik, Kinderwunschbehandlung, Hormontherapie, Fehlbildungsdiagnostik, Fruchtwasseruntersuchung und urologische Diagnostik.

Die enge Zusammenarbeit der Ärzte hat für unsere Patientinnen viele Vorteile:

- Wir vermeiden unnötige Doppel- und Dreifachuntersuchungen.
- Wir sorgen für schnelle Anschlusstermine bei den jeweiligen Spezialisten.
- Diagnosen können schnell und optimal gestellt werden.
- Wir erarbeiten gemeinsam individuelle Therapiemaßnahmen.
- Bei medizinischen Problemen ermöglichen wir eine wohnortnahe Versorgung.

Weitere Informationen sowie die Liste der beteiligten Arztpraxen finden Sie unter Ärzte für Frauen

Sommerfestival der Kulturen

Montag, 22. Juni 2009

logo_sofe
Es ist doch eine Menge los in Stuttgart. Gerade im Sommer ist das Angebot an Veranstaltungen riesig. Da lohnt es sich, wählerisch zu sein und sich die dicksten Rosinen aus dem Kuchen zu picken!

Meine Lieblingsrosine: das Sommerfestival der Kulturen. Ab der kommenden Woche gibt es auf dem Marktplatz wieder eine bunte Multikulti-Hocketse mit viel Musik und Häppchen aus aller Welt.

Programm und Infos gibt’s hier: Sommerfestival der Kulturen

Für Olga - ein Stadtspaziergang

Freitag, 05. Juni 2009

olgastrMan muss schon einen guten Grund haben, einen kleinen Stadtspaziergang durch die Olgastraße zu machen. Es gibt schönere Ecken in Stuttgart. Ich z.B. habe eine Kollegin namens Olga und bin deswegen die Straße, die ihren Namen trägt, durchwandert.

An „Olga“ kommt in Stuttgart niemand vorbei. Die russische Zarentochter Olga Nikolajewna Romanowa und spätere Königin Olga von Württemberg hat als Namensgeberin viele Spuren hinterlassen. Es gibt das Olgaeck, das Olgahospital, das Karl-Olga-Krankenhaus und das Königin-Olga-Stift. Olga-Dies und Olga-Das. Und die Olgastraße.

Nein, schön ist die Olgastraße nicht. Doch die Mischung aus Schlecker-Markt, Rotlicht, Studentenbude, Eckkneipe und gehobener Gastronomie hat durchaus den Charme urbaner Lebendigkeit. Hier regiert die Gegenwart – dem geschichtsträchtigen Namen zum Trotz. Wer allerdings aufmerksam um die Häuser streift, findet dennoch Spuren der Vergangenheit: so einen schon verblassten Hinweis auf den nächsten Luftschutzkeller aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Aber den hat Olga, die Zarentochter aus dem fernen Russland, nicht mehr erlebt.


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