Es stimmt, dass eine Auseinandersetzung mit Stuttgart 21 den Rahmen unseres Praxisblogs sprengt. Es stimmt aber auch, dass sich das eine oder andere Detail rund um das Großprojekt für einen Blogbeitrag eignet - z.B. als kleiner Ausflugstipp:
Waren Sie schon am Bauzaun? An dem Bauzaun, dem aktuellen Aufreger, dem Vorboten der Abrissbagger? Innerhalb weniger Tage ist das Absperrgitter am Nordflügel des Bahnhofs zu einer sehenswerten Plakatwand des Widerstands gegen Stuttgart 21 geworden.
Eine Besichtigung lohnt sich - ganz gleich, wie man selbst zu dem umstrittenen Bahnprojekt steht. Auch Touristen lassen sich schon vor dem kunterbunten Sponti-Kunstwerk der Stuttgart 21-Gegner fotografieren. Wie seinerzeit vor der Berliner Mauer. Hoffen wir nur, dass der Stuttgarter Bauzaun eine kürzere Lebensdauer hat.
Wahrscheinlich liest das wieder mal kein Schwein. Aber ich hätte da einen sauguten Tipp für Tage, an denen das Wetter mal nicht so rosig ist:
Ganz schön lang so eine lange Nacht der Museen. Selbst wer nicht bis zum frühen Morgen durchhält, braucht Tage, um sich zu erholen. Doch jetzt ist Zeit für eine kleine Nachlese.
Stuttgart 21 kommt. Das wissen wir und jeder wird seinen Platz in den Reihen der Befürworter, Gegner oder irgendwo dazwischen gefunden haben. Ganz gleich ob dafür oder dagegen: Stuttgart 21 ist ein Riesenspektakel und wir sitzen in der ersten Reihe – mehr oder weniger glücklich. Es dauert nicht mehr lange, bis Abrissbirne und Bagger mit dem sogenannten Jahrhundertprojekt beginnen. Es wird also Zeit, vom alten Kopfbahnhof Abschied zu nehmen.
Zu den jährlichen Höhepunkten meines kleinbürgerlichen Daseins gehört der Besuch der Parade zum Christopher-Street-Day. Die Parade bildet den Abschluss einer Aktionswoche der Schwulen- und Lesbenbewegung und ist immer ein Erlebnis! Am Samstag, den 1. August wälzt sich nun zum 10. Mal der bunte Zug durch die Stuttgarter Innenstadt. Diesjähriges Motto: macht Mut! Schirmherr ist VfB-Präsident Erwin Staudt. Die CSD-Parade ist immer auch politisch und ein Bekenntnis zu Offenheit und Toleranz.
Man muss schon einen guten Grund haben, einen kleinen Stadtspaziergang durch die Olgastraße zu machen. Es gibt schönere Ecken in Stuttgart. Ich z.B. habe eine Kollegin namens Olga und bin deswegen die Straße, die ihren Namen trägt, durchwandert.
Mal ein kleiner Wandertipp fürs Wochenende - ausprobiert und für gut befunden: auf dem Blaustrümpflerweg rund um Heslach.
Spätestens ab Mai, dem Beginn der Hocketse-Saison, braucht „der Schwob“ nicht viel zum Glück. Bierbank, Bier und rote Wurst - die Grundausrüstung einer kleinen Hocketse, Inbegriff schwäbischer Geselligkeit, ist sympathisch unkompliziert. Jeder ist willkommen, Kontakte ergeben sich schnell. „Hock di’ na!“ So einfach ist das.

