Mit ‘Praxis’ getaggte Artikel

Ausbildungsstelle

Donnerstag, 03. September 2009

Nadine Wiedmann
Die globale Krise greift um sich. Die Bevölkerung ist verunsichert und die Autobahnen dank der verminderten Zahl der Laster frei befahrbar. Die jungen Leute stehen auf der Straße und haben keine Möglichkeit, einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz zu bekommen. Die Deflation (oder Inflation? - da sind sich die Fachleute noch nicht einig) greift um sich - die Preise sinken. Die Arbeiter werden nach dem Auslaufen der Kurzarbeitsförderung nur auf die Zahlungen der Arbeitsagentur angewiesen sein. Nach Ablauf der Abwrackprämie wird die Hälfte der Autohändler insolvent. Die Regierung gibt nur für soziale Leistungen 20 Milliarden aus und das Ende ist noch nicht abzusehen. Die meisten Staaten drucken Geldscheine, als ob es  sich um Toilettenpapier handelt und werfen mit Milliarden um sich, um die maroden Landes- und Staatsbanken zu unterstützen, wo sie mit unseren Steuergeldern und auf unsere Kosten jahrelang Casino-Kapitalismus probiert haben.

Trotz dieses Horrorszenarios  und der finanziellen Unsicherheiten im Gesundheitswesen ist es uns gelungen, eine neue zusätzliche Ausbildungsstelle zu schaffen und zu besetzen. Dank der Patientinnen, die an unsere Professionalität und  fachliche Kompetenz seit Jahren gewöhnt sind,  können wir den Personenstand und die Öffnungszeiten erweitern. Damit möchten wir  ein Zeichen setzen und den jungen Leuten eine Chance für ihr zukünftiges Berufsleben geben.  Für unsere Praxis konnten wir Nadine Wiedmann gewinnen,  die trotz ihrer guten Noten seit über einem Jahr eine Ausbildungsstelle gesucht hat.

Nadine arbeitet schon seit Anfang August in der Praxis mit und konnte uns so während der Urlaubszeit unterstützen. Richtig los geht ihre Lehre natürlich erst mit Beginn der Schule.

Wir freuen uns über unsere neue Mitarbeiterin und Kollegin und wünschen Nadine eine erfolgreiche Lehrzeit, Freude an der Arbeit und einen guten Kontakt zu unseren Patientinnen.

Willkommen im Team!
Text: P. Dostal

Copyright: Einer zahlt immer!

Mittwoch, 05. August 2009

So ein Blog ist doch was Nettes. Man informiert über Neuigkeiten in der Praxis und anderswo, schreibt über dies und das und versucht, über das medizinische Profil hinaus, dem Betrieb ein Gesicht zu geben. Eine kreative, lockere und unterhaltsame Arbeit. Das Leben könnte so einfach sein! - Ist es aber nicht. Denn das, was wir als harmloses „Infotainment“ begonnen haben, erweist sich immer mehr als heikles Unterfangen, als Getänzel im Minenfeld willkürlich ausgelegter Rechtsbestimmungen.

Konkret: Seit einigen Wochen erhalten wir regelmäßig Juristenpost vom Feinsten – voller Drohungen, Forderungen und Spitzfindigkeiten. Der Vorwurf: Missachtung des Copyrights bei einigen Bildern, die wir – mit bestem Wissen und Gewissen – einer „lizenzfreien Datenbank“ im Internet entnommen haben. Der Hinweis aufs Copyright erschien, sobald der Mauszeiger das Bild berührte. „Reicht nicht!“ heißt es nun – und „Geld her!“. Das Copyright müsse „am Bild“ erkennbar sein und keine zusätzliche Aktion erfordern.

Ja, da lässt sich trefflich philosophieren! Heißt „am“ Bild auch „im“ Bild? Ist die Mausanzeige nicht auch „dran“ am Bild und somit „am“ Bild? Man muss Jurist sein, um an diesen Haarspaltereien seine Freude zu haben. Man muss auch Jurist sein, um mit solchen Methoden andere Internetnutzer abzuzocken. Der Verdacht liegt nahe, dass voller Absicht (und in geradezu hinterhältiger Art und Weise) mit unklaren Formulierungen juristische Fallstricke ausgelegt werden. Wehe dem, der sich im Netz verfängt! Die Opfer sind im Zeitalter von Internet und Suchmaschinen leicht zu finden. Die Rechnung geht auf. Irgendwer zahlt immer.

Schade! Das Leben könnte so einfach sein!

Olga, wir gratulieren dir!

Sonntag, 05. Juli 2009

Olga Kelert
Mein Azubi Olga Kelert hat im Juni ihre Ausbildung zur Fachangestellten im medizinischen Beruf erfolgreich abgeschlossen. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten, die ihre kürzliche Umsiedlung aus Kasachstan mit sich brachte, hat sie sich in Deutschland und in unserer Praxis gut integriert und im Laufe der Zeit alle Probleme bewältigt.

In der Praxis ist sie von Anfang an durch ihren Fleiß, ihren überdurchschnittlichen Einsatz und ihre Zuverlässigkeit positiv aufgefallen. Man merkt sofort, dass ihr der Umgang mit anderen Menschen Spaß macht, was sich in ihren angenehmen Umgangsformen manifestiert. Es freut mich sehr, dass sie sich entschlossen hat, in der Praxis zu bleiben, um unser Team auch in der Zukunft zu stärken.

Text:  Paul Dostal

Herzlich Willkommen, Jasna Coric!

Sonntag, 26. April 2009

Nach einer langen Mutterschaftszeit, in der meine erste Mitarbeiterin Frau Coric ihre zwei Kinder bis zum Kindergartenalter aufzog, kehrt sie wieder zurück in die Praxis. Sie half uns inzwischen stundenweise und sorgte auch in dieser knappen Zeit mit ihrer freundlichen und zuvorkommenden Art für eine gute Atmosphäre am Arbeitsplatz, die sich nicht nur auf die Mitarbeiterinnen sondern auch auf die Patientinnen übertragen hat.

Es freut mich sehr, dass sie trotz der Belastung zu Hause nun verstärkt bei uns mitarbeiten und uns bei der steigenden Patientenzahl helfen wird. Wir brauchen Jeden, damit wir den hohen Standard der Praxis halten und unseren Patientinnen die Qualität der Behandlung und Betreuung bieten können, die wir uns als Ziel gesetzt haben.

Text: Paul Dostal

Wartezeiten: Terminmanagement und der “Faktor Mensch”

Mittwoch, 22. April 2009

wartezimmer_in
Sprechen wir mal über was Ernstes: Sprechen wir über die Wartezeit in einer Arztpraxis. Lange Wartezeiten sind ja immer ein Ärgernis. Am besten, man vermeidet sie. „Einfache Sache“, könnte man denken. „Alles eine Frage der Organisation.“
Stimmt!
Theoretisch.

Unser Terminmanagement ist wohl überlegt. Wir haben Vorsorgetermine, Nottermine, Online-Termine, Termine für Schwangere, Termine für besonders zeitaufwendige Untersuchungen und Pufferzeiten. So weit so gut. Der Blick in einen ordentlich vorbereiteten – aber noch leeren – Kalender ist eine wahre Freude.

In der alltäglichen Praxis allerdings erweist sich die gut durchdachte Terminplanung schnell als Rechnung mit vielen Unbekannten. Mathematisch gesehen, ist der „Faktor Mensch“ eine ganz schön variable Größe! Da halten sich Babys nicht an errechnete Entbindungstermine, Schwangerschaften entstehen ohne langfristige Terminvereinbarungen und Notfälle sind prinzipiell nicht planbar. Darüber hinaus sind Zykluszeiten zu beachten, Arbeits- und Urlaubszeiten, Fahrpläne und Kinderbetreuung und - nicht zuletzt - medizinische Notwendigkeiten. Bei soviel „Mensch“ kommt jedes Terminmanagement an seine Grenzen!

In diesem Zusammenhang lohnt sich ein Blick über den Tellerrand: Laut Statistik beträgt die durchschnittliche Wartezeit in einer gynäkologischen Praxis 24 Minuten. Manchmal liegen wir darunter, manchmal aber auch darüber. Glücksache eben – trotz aller Planung. Der „Faktor Mensch“ ist ziemlich unberechenbar!


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