Es gibt Menschen, die behaupten, Kerzenschein sei das einzig Schöne an der Adventszeit. Das ist verständlich. Denn leicht werden die Wochen vor Weihnachten zur hektischsten Zeit des Jahres. Keine Spur von heiterer Besinnlichkeit. Es sei denn …
… wir zünden ein Kerzlein an, lehnen uns im warmen Schein des kleinen Flackerlichts in unseren Ohrensessel und machen uns so unsere Gedanken:
Ja, so ein Kerzenlicht ist eine feine Sache. Fürwahr, von märchenhafter Traulichkeit und auch ganz anders als die neongrelle Gnadenlosigkeit des Alltags. Ganz sanft verwischt der weiche Glanz des zarten Scheins die kantigen Konturen. Ganz sacht trübt er die scharfe Sicht des analytischen Verstandes und bremst den schnellen Lauf der Zeit. Jetzt macht sich Ruhe breit und Frieden. Jetzt ist die Zeit für Omas Dämmerstündchen, für Festlichkeit und Sinnesfreuden.
Betrachten wir es mal bei hellem Tageslicht: Das Schönste an der Zeit vor Weihnachten sind Kerzen. Ansonsten gibt es wieder die totale Hektik! Es ist doch jedes Jahr das Gleiche.
Es gibt Ratschläge, die zwar gut gemeint und auf allerlei Gesundheitsseiten zu finden, aber nicht leicht zu befolgen sind. Einer davon lautet: „Lach doch mal!”.
Regelmäßig hole ich Blumen vom Feld – für zuhause und hin und wieder für die Praxis. Im Ablauf der warmen Jahreszeit konnte ich mich an Tulpen, Löwenmäulchen, Sonnenblumen, Dahlien und Astern erfreuen. Ein typisches Altweiberthema? Stimmt! Ein Altweiberthema. Nicht jeder ist für diese kleinen Glücksmomente empfänglich.
Reden wir über das Wetter. Nicht, dass ich keine Themen mehr hätte. Aber je größer die Verzweiflung, desto geringer die Hemmungen.
Es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse, die nachdenklich stimmen. So haben z.B. Primatenforscher herausgefunden, dass sich Schimpansenweibchen häufiger mit den Männchen paaren, die sie mit erbeutetem Fleisch versorgen, als mit “geizigen” Artgenossen. Männliche Schimpansen, die mit den Weibchen ihre Jagdbeute teilen, “verdoppeln ihren Paarungserfolg“ so das Ergebnis der Studie.
Spätestens ab Mai, dem Beginn der Hocketse-Saison, braucht „der Schwob“ nicht viel zum Glück. Bierbank, Bier und rote Wurst - die Grundausrüstung einer kleinen Hocketse, Inbegriff schwäbischer Geselligkeit, ist sympathisch unkompliziert. Jeder ist willkommen, Kontakte ergeben sich schnell. „Hock di’ na!“ So einfach ist das.

