Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Schönheitsschlaf: Schluss mit dem Freizeitstress!

Sonntag, 05. September 2010

Schade, jetzt ist der Sommer schon wieder um. Vielleicht gibt es noch einen schönen Herbst. Das wäre ein kleiner Trost. Aber sehen wir es mal positiv: Wenn die Tage kürzer werden, werden die Nächte länger. Der Freizeitstress lässt nach, die Abende werden ruhiger, unser Schlaf tiefer. Und das ist gut so. Denn Schlafen macht schön!

Für die Wissenschaft ist das eine klare Sache. Im Schlaf – vor allem in der Tiefschlafphase – wird ein Wachstumshormon ausgeschüttet, das für die Regeneration der Haut sorgt. Ist die Tiefschlafphase gestört oder verkürzt, verliert die Haut an Spannkraft und neigt verstärkt zur Faltenbildung. Eine wissenschaftliche Erkenntnis, die sich leicht bestätigen lässt. Den ernüchternden Blick in den Spiegel nach einer kurzen Nacht kennen wir alle.

Ausreichender Schlaf ist zudem gut für die schlanke Linie. Während der Schlafphase wird das Hungergefühl unterdrückt. Wer schläft, sündigt nicht – und kann auch mal 10 Stunden ohne Mahlzeit auskommen. Auch hierfür ist ein Hormon verantwortlich, das nur während der nächtlichen Ruhephase aktiv ist. Es gibt also viele gute Gründe, früh ins Bett zu gehen!

Wechseljahre: Frauen werden alt, Männer markant?

Sonntag, 29. August 2010

Vor einigen Tagen hatte Sean Connery Geburtstag. Der James Bond der 60er Jahre ist 80 geworden. Das könnte mir eigentlich egal sein. Stars und Promis sind nicht mein Thema. Trotzdem lässt mich eines nicht los: Wie kann ein Mann in diesem Alter noch so attraktiv sein? Es ist doch immer das Gleiche. Frauen werden alt, Männer markant. Die Welt ist ungerecht!

Eine kurze missgünstige Recherche in Internet und wahrem Leben hat mich allerdings auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nicht jeder gereifte Herr bietet den virilen Charme des 007 i.R. Dank Kahlköpfigkeit und Plauze ist die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ruckzuck wieder hergestellt.

„Auch das grünste Gras wird Heu.“ konnte ich mit grimmiger Freude in den Aphorismen der heutigen Sonntagszeitung lesen. Na, das ist doch mal eine ehrliche Aussage. Aber besonders tröstlich ist sie irgendwie auch nicht.

(Bild: ©istockphoto.co_Yuri_Arcurs)

Wunschgeschlecht: Der beste Zeitpunkt der Befruchtung

Sonntag, 22. August 2010

Ob Babyglatze oder Lockenkopf, schlafmützig oder aufgeweckt, Schreihals oder Wonneproppen: Unseren Nachwuchs müssen wir nehmen wie er ist. Alles eine Frage von Zufall und genetischer Mischung. Reklamationen werden nicht angenommen. Extrawünsche? Nix da! Nennen wir es ausgleichende Gerechtigkeit. Unsere Kinder können sich ihre Eltern ja auch nicht aussuchen.

Bei der wichtigen Frage des Geschlechts allerdings können wir – abseits von Gentechnik und Designerbabys – dennoch ein wenig am Schicksalsrädchen drehen. Denn die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Mädchen bzw. ein Junge gezeugt wird, wird auch vom Zeitpunkt der Befruchtung beeinflusst. XX oder XY: Es kommt aufs Timing an.

Spermien, die das weibliche X-Chromosom tragen, haben eine längere Lebensdauer als Samenzellen mit dem männlichen Y-Chromosom. Männliche Spermien sind hingegen schneller als die weiblichen. Ein Geschlechtsverkehr einige Tage vor dem Eisprung erhöht also die Chance, ein Mädchen zu zeugen, da in diesem Fall die längere Lebensdauer der weiblichen Spermien ein Vorteil ist. Findet der Geschlechtsverkehr zum Zeitpunkt des Eisprungs oder kurz danach statt, sind die schnelleren männlichen Spermien im Vorteil.

Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Es ist ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten - und dabei sollte es bleiben.

Weitere Informationen: Eisprungrechner

(Bild: ©istockphoto.com_ jaroon)

Stuttgart 21: Waren Sie schon am Bauzaun?

Montag, 16. August 2010

Es stimmt, dass eine Auseinandersetzung mit Stuttgart 21 den Rahmen unseres Praxisblogs sprengt. Es stimmt aber auch, dass sich das eine oder andere Detail rund um das Großprojekt für einen Blogbeitrag eignet - z.B. als kleiner Ausflugstipp:

Waren Sie schon am Bauzaun? An dem Bauzaun, dem aktuellen Aufreger, dem Vorboten der Abrissbagger? Innerhalb weniger Tage ist das Absperrgitter am Nordflügel des Bahnhofs zu einer sehenswerten Plakatwand des Widerstands gegen Stuttgart 21 geworden.

Eine Besichtigung lohnt sich - ganz gleich, wie man selbst zu dem umstrittenen Bahnprojekt steht. Auch Touristen lassen sich schon vor dem kunterbunten Sponti-Kunstwerk der Stuttgart 21-Gegner fotografieren. Wie seinerzeit vor der Berliner Mauer. Hoffen wir nur, dass der Stuttgarter Bauzaun eine kürzere Lebensdauer hat.

Modegeschichte: Hundert Jahre Büstenhalter

Dienstag, 10. August 2010

1910 wurde der BH erfunden. Hundert Jahre Büstenhalter – nicht unbedingt ein Grund zum Feiern, aber doch ein paar Zeilen wert. Immerhin befreite diese Erfindung die Frauen vom Korsett.

Als Erfinderin des modernen BHs gilt Mary Phelbs-Jacobsen. Die amerikanische Studentin kreierte - anfangs für den Eigenbedarf - aus Taschentüchern und Bändern den ersten BH der Modewelt. Er hielt in Form, schnürte aber nicht ein. Zwar gab es auch Ideen und Entwicklungen anderer Modeschöpfer, aber Mary Phelbs-Jacobsen sicherte sich 1914 das Patent.

Der BH wurde für Jahrzehnte der große Renner in der Dessousmode. Der enge Schnürleib hatte endlich ausgedient und die Befreiung vom Korsett ist zur Metapher für die Emanzipation unserer Groß- und Urgroßmütter geworden.

(Bild: wikipedia, Urheber unbekannt)

Vorgespielter Orgasmus: Lug und Trug statt Lust und Liebe?

Montag, 02. August 2010

Das Vorspielen von Erregung, Lust und sexuellem Höhepunkt ist bei Frauen erstaunlich weit verbreitet. Etwa 90% der Frauen haben ihrem Partner schon einmal einen Orgasmus vorgespielt. Ungefähr 10% von ihnen täuschen regelmäßig einen Höhepunkt vor.

Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Viele Frauen nutzen die kleine Showeinlage, um den Partner zu erregen und ihm als aufregende Bettgenossin zu gefallen. Häufig dient diese Form des „Vorspiels“ aber auch schlichtweg dazu, den Geschlechtsverkehr abzukürzen oder nicht zugeben zu müssen, keinen Orgasmus gehabt zu haben.

Auch für einen erfahrenen Liebhaber ist es unter Umständen schwierig, den gespielten von einem tatsächlichen Orgasmus zu unterscheiden - obwohl die körperlichen Reaktionen während eines sexuellen Höhepunkts für eine Frau nicht leicht zu kopieren sind.

Ein gelegentliches Vorspielen von Lust und Leidenschaft mag für manche Paare als eine Art des Rollenspiels bereichernd sein. Die regelmäßige Orgasmuslüge kann allerdings zu einem ernsten Problem werden. Wer immer nur simuliert und keinen echten Höhepunkt erlebt, findet nur schwer zu einem ehrlichen Umgang miteinander. Leicht entsteht ein Teufelskreis, aus dem es keinen Ausweg mehr gibt.

(Bild: ©istockphoto.com_DigitalZombie)

Intrauterine Verhütung: Warum heißt die Spirale Spirale?

Sonntag, 25. Juli 2010

Am Anfang war die „Spirale“ ein Kreis. Vor etwa 100 Jahren bastelte ein Dr. Gräfenberg aus Seidenfaden und Silberdraht das erste intrauterine Verhütungsmittel: den Gräfenberg-Ring. (Gräfenberg war auch der Entdecker/Erfinder (?) des G-Punktes – aber das nur nebenbei …)

Die „Ring-Spirale“ aus Silber und Seide konnte sich allerdings als Verhütungsmethode nicht etablieren. Zu häufig kam es zu Reizungen oder Entzündungen der Gebärmutter. Dem Ur-Ring Gräfenbergs folgten also neue Modelle, von denen man sich eine bessere Verträglichkeit erhoffte. Die Formenvielfalt, mit der man experimentierte, ist beeindruckend: Neben dem Gräfenberg-Omega (ein offenes O mit Füßen) und vielen anderen bizarren Figuren gab es beispielsweise den „kopflosen Körper mit Knickfuß“, den „Tannenbaum mit Knick“ oder das „Antigon mit Flügeln“.

1960 tauchte schließlich die Spiralform auf. Aus Kupferdraht gebogen erwies sie sich als wirksam und praktikabel. Auch wenn die modernen Kupferspiralen mittlerweile die Form eines T haben, so ist der Name „Spirale“ als allgemeine Bezeichnung der Intrauterinpessare (IUP) geblieben.

Auch 50 Jahre nach der „Urmutter“ aller Spiralen wird an der Formgebung gearbeitet, um IUPs verträglicher zu machen. Neueste Entwicklung: die Kupferkette (Gynefix), ein kleines biegsames Kettchen mit Kupferperlen, das im Muskelgewebe der Gebärmutter fixiert wird.

Weitere Informationen: Spiralen

(Bild: ©2007 vienna, muvs.org)

Schamlippenkorrektur: Möglichkeiten der Intimchirurgie

Montag, 19. Juli 2010

Schönheit ist nicht immer einfach zu beschreiben. “Schön” oder “Nicht-Schön” - das ist oft eine Geschmacksfrage und das Schönheitsempfinden kann sehr unterschiedlich sein. In besonderem Maße gilt das für den Intimbereich, der ja nur selten unter dem Aspekt reiner Schönheit beurteilt wird. Hier dominieren Liebe, Lust und Leidenschaft – Äußerlichkeiten sind meist völlig unwichtig.

Trotzdem gibt es Frauen, die ihren Genitalbereich als “unschön” oder auch “unästhetisch” empfinden. Das Schamgefühl kann hierbei so stark ausgeprägt sein, dass sie auch in intimen Situationen vermeiden, sich offen und nackt zu zeigen. Ein oft genannter Grund der Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper sind zu große oder sehr ungleich große Schamlippen. Die sogenannte Labienresektion, die Verkleinerung der Schamlippen, gehört zu den häufigsten Eingriffen der ästhetischen Intimchirurgie.

Die inneren und äußeren Schamlippen bedecken den Scheideneingang und schützen ihn so vor Austrocknung und Fremdkörpern. “Idealerweise” werden dabei die kleinen, inneren von den großen, äußeren Schamlippen fast vollständig bedeckt. Oft kommt es aber vor, dass die inneren Schamlippen die äußeren ganz oder teilweise überragen und damit deutlich sichtbar sind. Das ist normal und gehört zur Vielfalt der Natur. Viele Menschen finden große Schamlippen in ihrer einladenden Üppigkeit sehr sinnlich und erotisch!

Für manche Frauen sind zu große Schamlippen aber eine ernste seelische Belastung. Auch körperliche Beschwerden sind nicht selten. Beim Fahrradfahren, Reiten oder auch beim Geschlechtsverkehr sind zu große Schamlippen oft störend. Eine dauernde Reibung führt zu Schwellungen, Schmerzen und Entzündungen. Durch einen relativ kleinen ambulanten Eingriff kann in solchen Fällen geholfen werden. Eine operative Schamlippenverkleinerung ist nachträglich nicht mehr als solche zu erkennen. Es bleiben keine sichtbaren Narben zurück. Das sexuelle Lustempfinden bleibt uneingeschränkt erhalten.

Weitere Informationen: ambulante Operationen

(Bild: ©istockphoto.com_ulzana.jpg)

Weibliche Idealmaße: hohe Mathematik!

Montag, 12. Juli 2010

90, 60, 90 - die Traummaße für den weiblichen Körper lassen sich auf eine einfache Formel bringen und mathematisch sogar noch differenzieren: Wenn der Taillenumfang dividiert durch den Hüftumfang einen Wert von etwa 0,7 ergibt, so gilt der Frauenkörper als attraktiv. Schön, dass man so klare Zielvorgaben hat. Da weiß man doch, woran man ist.

Geht es um die Beschreibung der männlichen Formen, werden zentimetergenaue Mess-Ergebnisse allenfalls in Detailfragen diskutiert. Hohe Mathematik ist hier nicht gefragt. Im Großen und Ganzen gilt: Attraktiv sind breite Schultern, kräftige Oberarme, ein flacher Bauch und ein knackiger Po. Der Traummann ist groß, schlank und hat eine gut ausgebildete Muskulatur.

Zwar sind die Zeiten der Mammutjagd vorbei, doch Männermuckis stehen bei Frauen noch immer hoch im Kurs. Evolutionsbiologisch eine klare Sache: Es lockt die Kraft der Lenden. Ein starker Männerkörper signalisiert einen hohen Testosteronspiegel und verspricht gute Chancen auf gesunden Nachwuchs.

(Bild: ©istockphoto.com_Rakoskerti)

Roter-Socken-Weg: Wandertipp für Stuttgart

Freitag, 02. Juli 2010

Eins vorweg: Der “Rote-Socken-Weg” ist - unabhängig von der politischen Couleur - für alle da. Man muss keine “rote Socke” sein, um sich den Naturfreundeweg Stuttgart Süd zu erwandern.

Der “Rote-Socken-Weg” ist das neue Pendant zum schon bekannten “Blaustrümpflerweg” und lässt sich mit diesem - blau/rot oder rot/blau - prima kombinieren. Der 7 km lange Rundwanderweg führt vom Marienplatz aus in einem großen Bogen rund um die Neue Weinsteige.

Wer sich für Stuttgarts Stadtgeschichte interessiert, wer die uralten Mammutbäume im Landschaftspark Wernhalde noch nicht kennt, wer wissen möchte, wo es in Stuttgart seinerzeit eine echte Rodelbahn gab oder wo sich denn nun die berühmte “Schillereiche” befindet, sollte sich - mit oder ohne rote Socken - auf den Weg machen.

Karte und Infos gibts hier: Roter Socken Weg


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